GESCHICHTE
Der Name soll auf einen der Göttin Minerva gewidmeten Tempel zurückzuführen sein, von dem jedoch nur ein Gedenkstein zu deren Ehren geblieben ist, der sich wahrscheinlich dort befand, wo später die Burg erbaut wurde. Diese Gegend war bereits in vorgeschichtlicher Zeit bewohnt, wie die vielen Funde beweisen. Später haben sich dann die Römer hier angesiedelt. Von Karl dem Großen stammt eine Urkunde, die den Mönchen von San Zeno in Verona Rechte über die von der Burg beherrschten Gebiete übertrug. Nur dank dieses Schreibens konnte die Existenz dieser Burg auf dem Vorgebirge belegt werden. Als sich Friedrich Barbarossa in Manerba del Garda aufhielt, trat er dem Bischof von Verona die Rechte über den Ort ab.

Im Jahre 1426 wurde Manerba mit anderen Orten der Region Valtenesi Teil der Republik Venetien. Die Pest im Jahre 1630 dezimierte die Bevölkerung, die von 1550 Personen auf nur 703 zurückging. Später, während des spanischen Erbfolgekrieges, litt Manerba unter dem Einfall der Franzosen.

Unter den bedeutenden Persönlichkeiten von Manerba findet sich der Pfarrer Alessandro Gualtieri, der unter österreichischer Herrschaft zu Ehren kam, da er eine unentgeltliche Schule eröffnete und sich in verschiedenen nennenswerten Abhandlungen mit der Landwirtschaft beschäftigte. Während des Risorgimento hielt sich Giuseppe Garibaldi in der Burg von Manerba del Garda auf, um die österreichischen Truppenbewegungen zu beobachten.

PIEVE DI SANTA MARIA IN VALTENESI
Sie ist im Jahr 1050 in der Ortschaft Pieve Vecchia auf den Ruinen einer sehr viel älteren Kirche entstanden. Die Pfarrkirche der Santa Maria in Valtenesi ist das älteste romanische Bauwerk der Gegend. Die drei Kirchenschiffe werden von majestätischen Rundbögen, die sich auf rechteckige Säulen stützen, getragen. Von den ursprünglichen Fresken sind nur noch Fragmente zu sehen, während im Presbyterium die einiger romagnolischer Künstler zu finden sind: im Triumphbogen befindet sich eine herrliche Verkündigung, in der Halbkuppel Christus zwischen zwei Engeln. Aller Ehren wert ist das Altarbild des Hochaltars aus dem 16. Jahrhundert von Gian Andrea Bertanza di Padenghe, auf dem die Jungfrau und die Heiligen Rochus, Sebastian, Syrus und Savinus dargestellt werden. Leider wurde diese majestätische Arbeit Opfer von Diebstahl und Zerstörung, die wiedergefundenen Stücke wurden in mehreren Vitrinen gesammelt.

PFARRKIRCHE
Im Jahr 1722 wurde sie von Pieve nach Solarolo verlegt und ein Neubau wurde 1746 nach Plänen des Architekten Antonio Spazzi begonnen. Im Inneren befinden sich neben wertvollen Gewölbefresken und dem charakteristischen Chor auch Gemälde von Andrea Celesti: „Sant’Angela Merici” und „Assunta”.

KIRCHE DES SAN GIOVANNI DECOLLATO
Sie befindet sich in Solarolo, in der Nähe des Rathauses. Ursprünglich gehörte sie den Johanniter Ordensrittern und wurde nach vorübergehendem Verfall im 18. Jahrhundert im Stil des späten Barocks wieder aufgebaut. In der Kirche befinden sich herrliche Stuckarbeiten aus dieser Zeit.

KIRCHE DER SANTA LUCIA
Diese Kirche liegt in Balbiana und ihre Ursprünge gehen auf das 16. Jahrhundert zurück. Sie besteht aus einem einzigen Schiff mit einer bemerkenswerten runden Apsis, daneben beherbergt sie noch einige Fresken der Madonna und verschiedener Heiliger, wahre Kunstwerke des 15. Jahrhunderts.

NATURPARK DER ROCCA
Der archäologische Naturpark Rocca-Sasso erstreckt sich über circa 900 000 m², die die Rocca und den darunterliegenden Küstenstreifen zwischen Dusano und Pisenze einschließen. Die Entwicklung des gesamten Gebietes hat - dank archäologischer Untersuchungen und der Restaurierung der mittelalterlichen Bauten der Burg - die Erstellung eines touristischen Wanderwegs von hohem archäologischem und landschaftlichem Wert erlaubt. Von der Burg aus können Sie den See und die Umgebung sehen, das zum größten Teil dem Naturpark gewidmet ist.